Danke, heute geht es mir wieder gut.

Mein erstes Burnout liegt viele Jahre zurück. Mein zweites erst etwas mehr als ein Jahr, aber da war das Loch lange nicht mehr so tief, wie damals. Heute geht es mir gut, deshalb kann ich auch darüber schreiben. Ich habe viel gelernt in dieser schweren Zeit und vieles davon möchte ich dir in diesem Blog mitgeben. Aber ich bin kein Lehrer, kein Trainer oder Coach. Ich bin nur jemand, der diesen Scheiß durchgemacht und sein Leben danach verändert hat. So, wie viele Andere auch. Nur reden die Wenigsten darüber. Weil Burnout eine Schwäche ist und wir uns dafür schämen.

Genau darum geht jeder Versuch, dem Burnout präventiv entgegenzuwirken, ins Leere. Und genau deshalb gibt es diesen Blog.

Viel Spaß beim Lesen!

Burnout ist nicht gleich Burnout.

Zwischen „Mein Job überlastet mich“ und „Ich will nicht mehr leben“ ist viel Platz. Die Bandbreite ist groß und die Diagnose Burnout setzt zuweilen früh an. Das ist grundsätzlich gut, denn es wird damit ein Bewusstsein für diese Krankheit geschaffen. Doch Burnout ist nicht gleich Burnout und Gegenmaßnahmen und Therapien sind nicht für alle Einstufungen gleich. Wo stehst du? Welche Einteilungen gibt es? Bis wohin ist noch alles im grünen Bereich und wo fängt Alarmstufe Rot an?

Hier geht's zu den 12 Stufen des Burnouts.

Kennst du den Preis, den du für dein Burnout bezahlst?

Wie gesagt, Burnout ist nicht gleich Burnout. Aber wenn du nichts dagegen unternimmst, wirst du wahrscheinlich, so wie viele Andere auch, bis ganz runter fallen. Immer wieder kommt es leider zu tragischen Fällen von Suizid und zurück bleiben geliebte Freunde, Familien und Kinder, die ohne Papa oder Mama aufwachsen müssen. Aber selbst wenn der Funke in deiner Seele noch glüht, ist die Lebensqualität dermaßen im Arsch und dein Leben nicht mehr das Gleiche.

Ich habe versucht, die Gefühle und Gedanken für dich zu formulieren, die in drei verschiedenen Phasen meines ersten Burnouts in mir wüteten. Wenn du keine Vorstellung davon hast, wie sich ein Burnout oder eine Depression anfühlt, dann schau mal hier rein.

Wie sich ein Burnout anfühlt.

Was du tun kannst? Sehr viel!

Du musst verstehen, dass du dich selbst in diese Lage gebracht hast. Vielleicht, weil es dir schwer fällt, Grenzen zu setzen. Vielleicht, weil du dein Wohl hinter das der Anderen stellst. Was auch immer der Grund dafür ist, du selbst hast es in der Hand, deine Situation zu ändern.

Ab einem gewissen Punkt ist es ratsam, Hilfe zu suchen. Bei deinem Hausarzt, dem Betriebsarzt, einem guten Freund, deiner besten Freundin, wem auch immer du vertraust. Aber davor und auch dann, wenn du schon in ärztlicher Behandlung bist, gibt es eine tausend Dinge, die du jederzeit selbst machen kannst. Genau darauf konzentriert sich mein Blog.

Hier geht's zum Blog.

An wen oder wohin kann ich mich wenden, wenn der Hut schon brennt?

Wenn du in der Alarmphase Rot bist, rate ich dir, dringend einen Arzt aufzusuchen. Denn dann wird es dir schwer fallen, genügend Luft in deinen Kopf zu bringen, um deine Blickwinkel und dein Leben zu verändern. Er kann dir zumindest mit seinen Mitteln (Medikamente, Krankenstand, Diagnoseabklärung) ein wenig Platz verschaffen, damit du deine Dinge angehen kannst. Wenn du schon körperliche Symptome hast, solltest du sowieso schon im Wartezimmer sitzen.

In Österreich gibt es ein informatives öffentliches Portal, das ich dir für weitere Informationen gerne ans Herz lege.

Öffentliches Gesundheitsportal Österreich

Leider habe ich etwas vergleichbares für Deutschland nicht gefunden, aber die Seite von Dipl.-Pädagogin und Dipl.-Psychologin Fr. Helga Land-Kistenich enthält viele wertvolle Adressen und Informationen. Wenn du ein besseres Portal findest, sag mir bitte Bescheid.

Burnout-Hotline für Deutschland

Die gute Nachricht: Du bist nicht allein!

Jeder Mensch erlebt Krisen. Und jede Krise ist eine Chance. Wenn du sie zu nutzen weißt, gehst du gestärkt aus ihr hervor. Ein Burnout hat leider auch die Kraft, einen Menschen zu brechen. Doch das muss nicht sein. In jeder Phase der Krise gibt es Momente der Kraft, die du nutzen solltest.

Diesen Blog zu schreiben, hat mich viel Überwindung gekostet. Doch immer noch schöpfe ich Kraft aus der Überzeugung, dass es helfen kann, wenn man weiß, dass es auch Andere gibt, die das durchgemacht haben, die vielleicht schon tiefer in der Scheiße gesessen sind, als du jetzt.

Wenn du eine Krise hinter dir hast, erzähl mir und meinen Lesern davon! Lass uns „Surviver“ im Schulterschluss davon erzählen und all denen Mut geben, die gerade auf dem Weg Richtung 12 sind (Näheres dazu findest du auf dieser Seite).

Du bist nicht allein.