Wenn ich auch musikalisch mit Punk wenig anfangen kann, so ist doch in dieser Bewegung etwas drin, das mich anspricht und für ein spannendes, bewusstes Leben sehr hilfreich ist. Es war nicht so sehr der längliche Haarschopf — obwohl ich schon dank Karl May eine gewisse Resonanz mit den Irokesen verspürte —, sondern mehr die rebellische Grundhaltung dem Establishment gegenüber, die mich ansprach.

Wikipedia weiß über Punk Folgendes zu berichten:

(Punkt: „Punk in der Theorie und als Lebensgefühl“)

Der Punk stellt sich gegen alle Konventionen, gegen die Konsumgesellschaft und gegen das Bürgertum sowie gegen rechte Weltanschauungen. Und obwohl sich die meisten Punks mehr oder weniger links sehen, stellt er sich genauso gegen die politische Linke mit ihrem Etatismus. Dahinter steckt eine respektlose, resignierte bis aggressive Haltung gegenüber der Gesellschaft, eine Art rebellischer Nihilismus, und die Betonung der Freiheit des Individuums und des Nonkonformismus.

Gleich vorweg, bevor du mir schreibst: den letzten Satz vergiss einfach. Respektlosigkeit und Resignation sind ganz sicher nicht meine Attribute, vielmehr aber mein kritischer Standpunkt zu Konventionen, der Konsumgesellschaft und der rechten Weltanschauung. Freizeit-Punk halt.

Einer der Leitsätze des Punks hat es mir besonders angetan und den möchte ich dir an Herz legen:

„Es ist besser, eine gute idee auszuprobieren als eine schlechte zu perfektionieren.“

Leichter gesagt als getan. Denn dafür brauchst du …

  • … den Mut, anders zu sein. Der Mainstream und das Establishment kennen nur die eingefahrenen Wege und werden dich auch nur entlang dieser unterstützen. Doch das führt nur dorthin, wo andere schon sind und da ist meist kein Platz für dich.
  • … Ausdauer für die Umsetzung deines Vorhabens. Niemand zuvor ist deinen Weg gegangen, du bist der Erste, der seine Spuren im Sand hinterlässt. Also kann der Weg durchaus auch länger sein. Halte durch! Üblicherweise sind die eingefahrenen Wege von Lärmschutzwänden umgeben, neue Pfade jedoch werden von Blumen gesäumt.
  • … die Einstellung, dass auch Scheitern sein darf. Scheitern heißt nicht versagen. Scheitern heißt lernen. Zu wissen, wie es nicht geht, ist genauso viel wert, wie zu wissen, wie es geht. Solange du darauf achtest, dass nicht Haus, Hof, Erbe und Gesundheit auf dem Spiel stehen, darf ruhig auch mal etwas schiefgehen. Ganz wichtig dabei ist ein Plan B und ein wenig Hausverstand beim eingesetzten Kapital. Und dass du nach dem Hinfallen wieder aufstehst.

Ohne diese Punk-Attitüde würden wir immer noch mit Dampfmaschinen fahren. Tatsächlich macht diese Haltung die großen Entwicklungsschritte in unserer Entwicklung erst möglich.

Und es ist an der Zeit, richtig gute, neue Ideen zu verwirklichen!

Denn die schlechten haben uns dahin gebracht, wo wir sind. Und dass wir dringend neue Lösungen brauchen, ist wohl unumstritten.

Sich von Konventionen zu befreien, ist wie an einem heißen Sommertag den Wintermantel auszuziehen. Es kommt überall mal wieder Luft dazu.

Entdecke den Punk in dir!

Alles Liebe,

Wolfgang

Was ich getan hab:

In ruhigen Minuten habe ich Situationen reflektiert, in denen ich gegen meine Intuition gehandelt hatte. Aus Angst davor, wie mein Umfeld reagieren könnte oder aus falschen Glaubenssätzen heraus. Weil ich die Wahrheit der anderen zu meiner Wahrheit werden ließ. Und dann veränderte ich diese Glaubenssätze.

Und weißt du was? Es war jedesmal eine Befreiung.

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