Als wir 2002 mit Lichtpunkt Records angefangen haben, unsere Vorstellungen von Musik umzusetzen, war der Markt noch offen, die Wirtschaftslage gut und Entspannungs-CD’s waren das Produkt der Stunde. Wenn wir ein neues Album herausbrachten und 1000 Silberlinge an den Vertrieb lieferten, durften wir einen Monat später schon die nächsten 1000 bestellen. Marketing war ein Fremdwort und unsere erste Webseite war ein Witz. Völlig egal.

Aber dann kamen MP3 und die Wirtschaftskrise und alles wurde anders. Die Verkaufszahlen fielen wie Schneeflocken im Winter und die Download-Plattformen konnten mit unseren überlangen Titeln absolut gar nichts anfangen, geschweige denn, dass das Genre „Entspannungsmusik“ irgendwo überhaupt Erwähnung fand.

Das ist bitter, besonders wenn du von der Einzigartigkeit, Qualität und Wirksamkeit deines Produktes überzeugt bist und dir die Kunden auch genau das zurückmelden. Doch so ist das Leben – Veränderung.

Als kleines, privat finanziertes Unternehmen war einfach nicht genug Kohle da, um große Werbeagenturen und Imagekampagnen zu bezahlen, und unsere Hausbank begann, spannende Frage zu stellen. Unsere Brötchen wurden immer kleiner, doch das Einzige, was nicht weniger wurde, war unser Glaube an unsere Musik.

Zwischen 2008 und 2015 lagen Jahre des Lernens, in denen sich der Markt radikal veränderte und die komplette Branche auf den Kopf stellte. Nach den Downloads kamen die Streamingplattformen und mit denen der Ausverkauf von Musik generell. Wir sind drangeblieben, obwohl die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit unter null tendierte. Jeder, der rechnen konnte, empfahl uns Schadensminimierung, vor allem weil zu der Zeit kaum ein Weg zurück zum Erfolg offen schien.

Von Außen gesehen, scheiterten wir. Doch dieser Blickwinkel war nicht unserer. Wir lernten dazu, setzten unsere Mittel immer effizienter ein, reduzierten Strukturen und Ausgaben, nahmen uns auch mal Zeit zum Nachdenken. Weil wir daran glaubten.

Was lange währt, wird endlich gut, unser Durchhaltevermögen wurde belohnt. Das Zauberwort heißt Synchronizität. Anders gesagt, wir hatten Rückenwind und erlebten schicksalshafte Fügungen. Die Fäden des Lebens liefen zusammen, das Klangei kam zu uns. Die Geschichte darüber findest etwas weiter unten im Blog.

Auf die Idee mit diesem speziellen MP3-Player wären wir vorher unmöglich gekommen, dazu mussten wir scheitern, lernen, aufstehen, weitermachen. Und durchhalten.

Thomas Edison brauchte mehr als 1000 Versuche, bis seine erste Glühlampe leuchtete. Er lernte mehr als 1000 Wege kennen, wie es nicht funktioniert und war erfolgreich am Ende.

Also hab keine Angst davor, gegen die Wand zu prallen, sie ist nur das Schild, das dir sagt, dass dieser Weg nicht funktioniert. Und das ist ja auch was wert.

 

Alles Liebe und folge deinem Herzen,

Wolfgang

Die (kurze) Geschichte des Klangeis:

Wie du vielleicht schon weißt, ist jedes der 12 Alben aus der Edition „klangwelten für die seele“ einem bestimmten Thema gewidmet (mehr darüber findest du hier), das zugleich auch immer unser Thema und unser Prozess war. Musik zu komponieren, die dich durch den Prozess, z. B. der Vergebung begleitet, kann man nur schreiben, wenn man selbst ganz tief in der Vergebung steckt. Wir durften immer „zufällig“ die Themen bearbeiten, für die wir unsere Klangwelten produzierten.

2014 spürten wir den finanziellen Mangel an jeder Ecke. Die perfekte Phase für das 12. Album der Edition, die Vollendung eines Zyklus. Vom Mangel in die Fülle. Die CD „Abundance“ (engl: Fülle) erschien im November 2014, auf dem Cover das goldene Logo von Lichtpunkt Records.

Etwa eine Woche später zeigte mir eine Freundin einen goldenen, eiförmigen MP3-Player und die Genialität des Lebens fuhr mir durch Mark und Bein. Der Slogan von Lichtpunkt Records ist „Hören. Fühlen. Sein.“, und dieses kleine Ei hatte doch tatsächlich keinen Lautsprecher, sondern macht die Musik hörbar, indem es die Schwingungen auf den Untergrund überträgt. Erst dieser, die Tischplatte, das Nachtkästchen usw., lässt die Klangwelten ertönen. Dass man das Ei auf den Körper stellen kann und auch dann die Musik wahrnimmt, macht das Ganze nur noch interessanter.

Wir experimentierten und probierten aus, entdeckten Schwächen im Produkt, verbesserten diese in Zusammenarbeit mit dem Hersteller, fanden den einzigen und besten Namen und ein Jahr später war das Klangei serienreif.

Die Kombination ist einfach perfekt!

 

 

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