Gestern habe ich wieder einmal einen Freund besucht, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich wusste, dass es ihm nicht so gut geht, jahrelange Depressionen, zerrüttete Familienverhältnisse und ein Riesenhaufen selbstgebastelter Scheiße hinterließen ihre Spuren nicht nur in seinem Gesicht. Dazu kommen auch noch Alkohol, Nikotin und ich-weiß-nicht-was-noch und es scheint, als hätte er sein Leben lang nur Glatteis unter seinen Beinen gehabt. Egal, was er auch anging, nichts war von Dauer erfüllend. Irgendwann kam immer der Hammer von oben.

Wir saßen im Garten bei einem kühlen Bier und vertieften uns im Gespräch über Krisen und Wege heraus als an irgendeinem Punkt des Abends eines für mich klar wurde: Er leidet am Aber-Syndrom.

Was auch immer ich von mir gab, seine Antworten begannen immer mit den gleichen Worten:

„Ich gebe dir zu 100 % Recht, aber …“

Hier kannst du beliebige Punkte einfüllen, wie zum Beispiel:

Ich habe keine Zeit

Ich kann das nicht

Ich bin so krank

Ich bin voller Ängste

Ich habe keine Motivation

Ich habe kein Geld

Ich bin es nicht wert

usw. usf.

 

Kennst du das? Hast auch du Ideen, Wünsche oder Vorstellungen, über die du nicht nachdenkst, weil dir in der ersten Sekunde schon 1000 Gründe einfallen, warum du das nicht kannst?

Genau da liegt der Hund begraben.

Solange du bei jedem noch so guten Argument, etwas gegen die bestehende Situation zu tun, sofort Tonnen von Gegenargumenten im Kopf hast und auch noch darauf hörst, wirst du auch den ersten Babyschritt nicht machen. Stattdessen wirst du dich nicht mal gedanklich mit Lösungen für deine Situation beschäftigen sondern gleich wieder auf die Couch sinken und dich in Selbstmitleid suhlen.

Was du dir nicht vorstellen kannst, wirst du auch nicht machen können.

Damit begrenzt du dich selbst. Willst du das wirklich?

Die Grenzen in deinem Kopf, die du dir selbst auferlegt hast, oder die, die du unhinterfragt von der Gesellschaft übernimmst, sind die effektivsten. Sie wirken sich jeden Tag in deinem Leben aus. Unauffällig aber 100 % wirksam.

Als ich mich damals mit Musikproduktionen selbständig gemacht habe, hatte ich keine Ahnung vom Business. Und hätte ich eine gehabt, ich hätte nie damit angefangen. Da war mein Herz, das mir sagte, dass genau das der richtige Weg ist und auf der anderen Seite der Kopf, der sich massiv dagegen sträubte.

Um diese Grenzen im Kopf aufzulösen hat mir folgender Satz (Affirmation) geholfen:

Alles ist möglich. Ich kenne nur noch nicht den Weg dorthin. Aber ich mache den ersten Schritt in der Gewissheit und in dem Vertrauen, dass alle anderen Schritte zu mir kommen und ich am Ende mein Ziel erreiche.

Wege entstehen im Gehen. Solange du ein Ziel im Herzen trägst, werden sich immer jene Wegweiser zeigen, die dir den nächsten Schritt zeigen.

Es ist Zeit, die Grenzen aufzuheben. Besonders jene, die dich davon abhalten, dein Leben positiv zu verändern.

Ein einfacher, kleiner Schritt ist, das ABER in ein WEIL zu verwandeln …

 

Dafür wünsche ich dir viel Kraft!

 

Alles Liebe,

Wolfgang

Was mir geholfen hat:
  • „Aber“-Glaubenssätze aufschreiben
  • Argumente, die mich von etwas abhalten, notieren (intuitives Schreiben kann ich dir wärmstens empfehlen) und reflektieren
  • Destruktive Glaubenssätze durch positive ersetzen
  • Mut und Vertrauen aufbauen (Musik hilft mir sehr — spür mal in diesen Titel rein! Abundance)

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