Heute habe ich einen interessanten Artikel auf www.derstandard.at entdeckt, den ich dir nicht vorenthalten möchte. Darin wurde eine Studie zum Thema Burnout präsentiert, die unter 1600 Führungskräften in Österreich und Deutschland durchgeführt wurde.
Den vollständigen Artikel kannst du hier nachlesen.

Folgende drei Zahlen stechen für mich heraus:

25%

sehen Burnout als Zeichen von hohem Engagement

41%

halten Burnout für eine Schwäche

58%

meinen, Burnout wird zu spät entdeckt

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Das heißt, für fast jeden zweiten Chef ist ein Burnout-Betroffener einfach nur zu schwach um die Hochleistungsanforderungen am Arbeitsplatz zu erfüllen.
Nach dem Motto: Hast du Burnout, bist du Verlierer.

Wer will schon schwach sein? Also redet man vorher auch nicht drüber, beißt sich durch, ignoriert die Signale des Körpers, die Müdigkeit und die Schmerzen. Dafür gibt’s ja die segensreiche Pharmazie und generell ist man ja hart im Nehmen. So wurde es uns beigebracht, so sehen wir es jeden Tag in den Medien und auf Facebook. Gewinner werden geliked. Verlierer nicht.

Stell dir vor, das Dach deines Hauses hat ein Loch und jedes Mal, wenn es regnet, sickert das Wasser durch die Decke in deine Wohnung. Den Dachdecker willst du aber nicht anrufen, denn wenn der kommt, erfährt dein Nachbar, dass du einen Dachschaden hast, und das geht gar nicht. Also stellst du Eimer auf. Viele davon. Das hilft. Irgendwann aber verschimmeln deine Möbel und Wände, du schämst dich und willst auch den Dachdecker nicht mehr hereinlassen. Du kannst dir die Geschichte gerne weiter ausmalen. Würdest du so mit deinem Haus umgehen?

Natürlich nicht. Komischerweise ist das bei uns selbst etwas Anderes. Bis der Zusammenbruch da ist. Dann MUSS man umdenken, wenn einem das Leben lieb ist. Dann braucht es aber meist mehr als nur ein paar Dachziegel.

Kannst du dich noch an meinen letzten Brief an dich erinnern? Darin habe ich dir erzählt, dass das Thema Prävention im Vordergrund steht. Der Artikel von heute bestätigt mich darin.

Also, lass uns das Bewusstsein schaffen, lass uns Aufmerksamkeit dorthin lenken und vor allem: Lass die anderen dabei denken, was sie wollen.

Ich freue mich auf dein Feedback!

Alles Liebe,
Wolfgang

 

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