Ich erinnere mich noch gut an jenen Moment, als ich beschlossen habe, meinen Istzustand nicht mehr zu akzeptieren und alles für eine Veränderung zu unternehmen. Mein Nullpunkt sozusagen, mein Umkehrpunkt im Leben. Ich war krank, lag im Bett, kraftlos, perspektivlos und erfüllt von negativen Gedanken. Was genau damals in mir vorging, kannst du in in meinem Blogartikel dazu nachlesen.

Was ich aber heute beleuchten will, ist meine Kraftquelle für diese Veränderung.

 

Auf dem Weg in ein Überlastungssyndrom sind Tage ohne Energie, an denen man am Liebsten gar nicht mehr aus dem Bett möchte, immer häufigere Begleiter.

Da kannst du dann alles knicken, was im Außen ist. Sport zum Beispiel. Nicht mal spazieren gehen ist dann drinnen. Die letzte Möglichkeit, etwas zu verändern, liegt in dir. Aber auch dafür brauchst du Kraft, wenngleich auch weniger. Und das ist eine Chance.

 

Aus eigener Erfahrung und als Erkenntnis aus vielen Gesprächen mit Betroffenen kann ich dir empfehlen, deine innere Notstrombatterie rechtzeitig zurechtzulegen.

 

Bist du bereit, das Geheimnis darum zu lüften? Bist du bereit für die ultimative Erkenntnis, die dir deinen Arsch retten kann? Du wirst erstaunt sein, denn die Antwort ist so einfach wie wirkungsvoll:

 

Glaube! Glaub an etwas!

 

Noch konkreter: Glaub an etwas, das nicht im Außen ist, nichts Reales, nichts, was dir genommen werden könnte.

 

Beispiele:

 

Bei mir war das die Liebe zur Musik. Lies genau: Die Liebe zur Musik. Nicht die Musik selbst. Warum? Weil mir Musik genommen werden könnte. Zum Beispiel wenn ich meine Fingern nicht mehr bewegen könnte, wär es mit dem Gitarre spielen nicht mehr weit her. Wenn ich taub werden würde, könnte ich Musik nur noch fühlen, und so weiter. Es ist immens wichtig, dass du an Etwas glaubst, was dir nicht – ich wiederhole – unter keinen Umständen, von Niemandem genommen werden kann und das unverrückbar in deinem Weltbild fixiert ist.  Nur das kann ein sinn- und wirkungsvoller Anker in der stürmischen See sein.

 

Ich kenne Betroffene, die in Zeiten schwerster Krise ihren Glauben an Gott gefunden haben. Wenn das für dich etwas ist, wenn du sozusagen eine spirituelle Bereitschaft für ein solches Weltbild in dir trägst, kann das eine unglaubliche Kraftquelle sein.

 

Aber ich kenne auch das Beispiel eines Menschen, der keine spirituelle Ader in sich spürt und stattdessen auf die Logik und Wissenschaft vertraut. Ich weiß aus persönlichen Gesprächen, dass dieser Mensch immer dann, wenn die negativen Gedanken zu schwer wurden, seine Kraft aus Kopfrechnungen gewinnen konnte. Das heißt, der Glaube an das Unverrückbare, das ewig Gültige, lag bei diesem Menschen in der Logik, in der Mathematik. Um also irgendwie die Kontrolle über die eigenen Gedanken wieder zu erlangen, hat er Kopfrechnungen (allerdings die von der anstrengenderen Sorte, denn er ist Mathematiklehrer) hin und hergeschoben und sich selbst – Originalzitat – vor dem Wahnsinn bewahrt. Das war also seine Kraftquelle. Respekt.

 

Was ich damit sagen will, ist, glaub an etwas, was dir Niemand nehmen kann.

 

Es ist das, worauf du dich beziehen kannst, wenn (scheinbar) alles um dich herum wegbricht, dir gefühlt alles genommen wird, was dir jemals wichtig war. Ich wünsche es dir nicht, aber leider berichten Viele davon, dass genau das passiert: Dass dir das Burnout alles nimmt, was dir wichtig erschien.

 

Und das bestätigt ja auch meine grundsätzliche Theorie: Dass nur wer (vor Leidenschaft und Liebe) brennt, auch ausbrennen kann.

 

Und ganz nebenbei gesagt, an Etwas zu glauben ist nie schlecht. Es müssen nicht immer gleich dunkelschwarze Stunden um die Ecke kommen, dass man den Wert darin erkennt, Glaube kann auch in leichten, hellen und schönen Zeiten sehr erfüllend sein.

Vielleicht inspiriert dich ja das Zitat von Ben Gurion, der vor langer Zeit gemeint hat:

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.

 

Bei mir ist es die Liebe zur Musik. Und an Wunder glaub ich sowieso.

 

Woran glaubst du?

 

Alles Liebe!

 

Wolfgang

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