KURZFASSUNG

Körper, Geist und Seele. Alles hängt zusammen.

Das erste Burn-out erwischte mich etwa 2000. So genau kann ich das nicht mehr sagen, denn es kam langsam auf mich zu. Und es blieb einige Zeit bei mir.

In dieser Phase begann ich zu meditieren und mich selbst wahrzunehmen, entdeckte hinderliche Glaubensmuster und Gewohnheiten und stolperte in die Schlaglöcher meiner Seele.

In den dunkelsten Stunden sind oft die wunderbarsten Erkenntnisse versteckt.

In den darauffolgenden Jahren habe ich gelernt, aufmerksam zu sein, meine Gedankenpferde an die Leine zu nehmen und den emotionalen Garten von Unkraut zu befreien und zum Blühen zu bringen. Mit Erfolg. Und vielen kleinen Misserfolgen und Irrwegen. Denn der Weg zum Ziel ist keine gerade Linie.

Das Leben verändert sich, die Prioritäten verschieben sich ebenso wie der Aufmerksamkeitsfokus. Und zack! Wieder drin in den alten Mustern! Diesmal aber nicht mehr so tief, die Alarmglocken läuten nun früher.

Damit mir diese Unaufmerksamkeit nicht noch einmal passiert, schreibe ich Briefeanmich. Besser gesagt, Briefe von mir an meinen inneren Trainer, vom Trainer an mich oder von mir an dich. Ich bin kein Arzt und kein Lehrer. Eher ein Geschichtenerzähler, aus dessen Kunst man immer etwas mitnehmen kann. Hoffentlich. Ganz sicher nicht allwissend. Und was für mich gilt, muss noch lange nicht für dich gelten.

Deshalb gibt es auch immer wieder Interviews mit wunderbaren, inspirierenden Menschen, die ein Stück weit deren Geschichten erzählen und vielleicht auch in dir eine Tür öffnen.

Viel Spaß beim Lesen!

Alles Liebe, Wolfgang

ETWAS LÄNGERE FASSUNG

Hard facts

Soft facts

  • Ausbildung

    HTL Elektrotechnik | dipl. Einkäufer | QS | IT

  • Karriereleiter

    Einkäufer (Sondermaschinenbau)

    technischer Einkäufer (Automobilzulieferindustrie)

    Einkaufsleiter (Baubranche)

    Bereichsleiter Versorgung (Gesundheitsbranche)

    Selbstständig (Musikproduktionen)

    Vertriebsinnendienst (Kunststoffbranche)

    Selbstständig (Blogger, Mensch)

  • Musik

    Live Musik::

    Tuskulum (Folk Rock, 1991-2014)

    Woelf (Akustik-Coverband, 2005-2014)

    Mitterfeld (Akustik-Austropop, 2010-2014)

    Studio Produktionen::

    Lichtpunkt Records (Entspannungsmusik, 2002 bis dato)

    Mild Shag (Chillout/Lounge, 2008)

    Mary Newpencil All Stars (Kinderlieder, 2016)

  • Irgendwelche Zahlen

    gespielte Konzerte:: ca. 800

    aufgenommene CDs:: ca. 34

    getrunkene Kaffees:: ca. 22 000

    gerauchte Zigaretten: zu viele

  • BurnOut

    2000 und 2017

Rechte Gehirnhälfte:

In unserer Familie wurde immer schon musiziert und gesungen. Ein Instrument zu erlernen, war Pflicht. Nach insgesamt vier Jahren (Blockflöte und Gitarre) war ich angestunken von der recht ländlichen Musikauswahl und machte ein paar Jahre Pause. Die Gitarre lehnte in der Ecke und die Kunst des Notenlesens verflog ins Nirvana. Bis heute.

Mit etwa 14 Jahren bekam ich von meinem Dad die erste Schallplatte geschenkt: Eric Clapton – Slowhand. Und alles wurde anders. Eine E-Gitarre musste her und gemeinsam mit Freunden war auch bald die erste Band gegründet. Und alles nahm seinen Lauf.

Musik wurde mein Weg, Gefühle auszudrücken. Sie ist Ausgleich, um meine negativen Emotionen abzubauen, und Quelle von Lebenslust und Lebensfreude gleichermaßen. Und sie ist meine allergrößte Lebensliebe.

Zwischen 2005 und 2014 lebte ich von Musik mit Studioproduktionen (Lichtpunkt Records) und Live-Bands (Woelf, Mitterfeld, Tuskulum). Mit dem Erfolg kamen viele Engagements und damit viele Tage auf der Straße, auf Reisen. Doch die Zeit mit meiner Familie ist mir heilig und so hängte ich Musik als Brotberuf — bis auf Weiteres — an den Nagel und genieße es nun, in privatem Rahmen mit Freunden zu musizieren.

Linke Gehirnhälfte:

Meine technische Ausbildung und die ersten Jahre in der Industrie waren voll mein Ding. Irgendwo in mir steckt ein kleiner Forscher, der magisch von allem Unbekannten angezogen wird, Neugier zählt definitiv zu meinen Tugenden. So kam es auch, dass nach der Technik die kaufmännische Seite interessant war und dann natürlich auch die Qualitätssicherung und EDV. Bis heute programmiere ich meine kleinen Datenbanken selbst.

In diesen Jahren wurde mir mein Bauchgefühl aberzogen. Logik war gefragt, Gefühle waren weiblich und pfui. Moral und Ethik waren etwas für die Kleriker, aber sicher nichts für das Management. Ich war in einem System, das mich zwang, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Und das kann auf die Dauer nicht gesund sein. War es auch nicht.

Ich wechselte den Job, den Wohnort und vieles andere auch. Doch erst 2 beruflichen Stationen später wagte ich den Sprung in die Selbständigkeit gemeinsam mit Andy Eicher und mit Ingrid Auer als ersten Partner und Kunden. Wir gründeten das Label Lichtpunkt Records und spezialisierten uns auf Musik für Meditationen und ruhige Stunden. Mein erstes großes Herzensprojekt war geboren. Und mit diesem Blog mein zweites.